„Redaktionssitzung“

Am 11. Juli 2018 trafen sich die Teilnehmer des SEMPRE Micro-Projektes Newspaper & Web um über die Artikel für die nächste August Ausgabe des Friesenanzeigers zu sprechen.

In fröhlicher Runde wurde diskutiert, überlegt, erklärt und somit ein spannender Artikel über das Thema Ramadan erarbeitet, der von den Teilnehmern auch ins Arabische übersetzt wurde.

Zu lesen ist der zweisprachige Artikel in der kommenden August-Ausgabe des Friesenanzeigers, der ab dem 27. Juli 2018 an den bekannten Stellen auslegen wird.

 

Foto Redaktionssitzung Newspaper & Web
Foto: Martina Sievertsen
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Isolation – Artikel Friesenanzeiger Ausgabe Juli 2018

In dieser Ausgabe schreibt Herr Abdulkader Sabri über die Gründe der Isolation von Angekommenen in Deutschland. Der jemenitische Schriftsteller hat bereits mehrere Bücher in der arabischen Welt veröffentlicht. Als Abdulkader Sabri 2015 nach Nordstrand kam, fragte er, ob es hier ein Theater gäbe. Man sagte ihm: „Nein, hier gibt es nur Wind.“ So entstand sein erstes Buch „Wind-Theater“ in deutscher Sprache mit vier Theaterstücken. Der Autor ist Teilnehmer am Redaktionsprojekt SEMPRE in Husum.

Wege der Isolation

Geplant war, dass sich dieser Artikel aus einer Sammlung von kurzen Interviews mit einer Reihe von in Deutschland Angekommenen mit arabischen, asiatischen und afrikanischen Nationalitäten im Rahmen der jüngsten 2015-Einwanderungswelle zusammensetzen sollte. Doch die Befragten scheuen ihre Identität preiszugeben, denn in ihren Heimatländern zählt die öffentliche Meinungsäußerung zu einem Tabu. Die Erfahrung mit den Konsequenzen, wenn jemand es wagt, dieses Tabu zu brechen, haben sie unter den repressiven Regimen ihrer Heimat- und Fluchtländer verinnerlicht. Es ist den Befragten, die in ihrem Heimatland eine berufliche Position hatten, unangenehm sich nun in der Rolle der Geflüchteten zu sehen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Bezeichnungen wie „Vertriebene“, „Flüchtlinge“ oder „Geflüchtete“ eine Isolation vertiefen und die Integration erschweren können. Mir scheinen die Bezeichnungen „Angekommene“, „Einwanderer“ oder „Zugezogene“ hingegen eher angebracht. Jeder Mensch möchte Sicherheit und Frieden finden sowie in Freiheit und Würde leben.

 

Was sind die Gründe der Isolation?

 Ich habe diese Frage vielen Einwanderern mit unterschiedlicher Herkunft gestellt (Jemeniten, Irakern, Syrern, Kurden, Afghanen, Iranern, Eritreern und Somaliern). Manche sprechen von der Isolation im ländlichen Raum, da fehlende Migrationserfahrung auf dem Land das Ankommen erschwert: Es entstehen gegenüber Großstädten Nachteile bei der Integration von Flüchtlingen, da oftmals die Wege zu Sprachkursen und Praktika länger sind oder nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.

Die Befragten sprechen auch von ihrer Isolation durch den Verlust ihrer gesellschaftlichen Stellung. Sie blicken in eine ungewisse Zukunft, da sie als Geflüchtete oftmals ihren bisher ausgeübten Beruf in Deutschland nicht mehr ausüben können. Dies bedeutet auch eine Isolation in Bezug auf die eigene Vergangenheit.

 

 

Eigenisolation durch fehlende Kontakte und Sprachkenntnisse

 Die Sprache ist zugleich ein Fluch und ein Segen. Sie kann Türen öffnen, wenn man sie beherrscht. Der Besuch von Sprachschulen reicht dafür jedoch nicht aus. Wir als Schutzsuchende und Lernende müssen uns auch mit Einheimischen unterhalten, wenn wir die deutsche Sprache beherrschen und uns wirklich integrieren möchten. Doch die Lage der Unterkünfte im ländlichen Raum ermöglichen oftmals keine gemeinsamen Aktivitäten mit der Landbevölkerung. Aus diesem Grund haben deutsche Willkommensinitiativen Orte der Begegnung in Cafés und Kirchen eingerichtet: eine begrüßenswerte Umsetzung der Willkommenskultur. Leider nutzen noch zu wenige Migranten diese Möglichkeit, um in ihrer Region anzukommen. Wenn ich zum Beispiel kulturelle Veranstaltungen in diesem Land besuche, muss ich feststellen, dass Angekommene dort oftmals nicht anzutreffen sind. Ich registriere diese Tatsache hier mit großem Bedauern, und nenne dies die dritte Art der Isolation: die Eigenisolation bzw. die eigene Vereinzelung der Angekommenen. Sie nähern sich nicht dem alltäglichen Leben in Deutschland. Ich rufe daher die Angekommenen dazu auf, diese Art der Isolation zu durchbrechen und ihre selbstverschuldete Vereinzelung zu ändern.

 

Lesen Sie weitere Berichte der Angekommenen unter:

https://neuinnordfriesland.wordpress.com

 

 

حين وصل الى المانيا كان الكاتب اليمني قد اصدر العديد من الكتب المنشورة في العالم العربي . وحين جاء عبدالقادر صبري الى “ نوردستراند“ سأل عمّا اذا كان ثمة مسرح هنا.. فقيل له : لا. لا يوجد غير الريح ، فكان ان اصدر اولى كتبه باللغة الالمانية واسماه مسرح الريح ، جمع فيه اربع مسرحيات من أعماله. المؤلف الان هو احد المحررين المشاركين في مشروع SEMPRE في مدينة  هوزوم.

الصورة المرفقة هي للمؤلف ، مع الطاحونة الوحيدة الموجودة في جزيرة نوردشتراند حيث يقيم.

 

“  للعزلة طرق شتّى “

    كان مفترضا ان تتكون هذه المقالة من مجموعة مقابلات قصيرة مع عدد من الوافدين الى المانيا من مختلف الجنسيات العربية والاسيوية والافريقية في اطار موجات الهجرة الاخيرة التي حدثت عام 2015 ، ولكن الجميع تقريبا ممن استطلعت آراءهم اجمعوا على شيء واحد وهو عدم رغبتهم في الكشف عن هوياتهم، وكأن الحديث الى الصحافة بحرية هو احد التابوهات التي جلبوها معهم من ارث تاريخهم المؤلم مع السلطات القمعية في البلدان التي هربوا منها.

   بداية ، دعونا نتفق على مبدأ واحد  وهو انني لا احبذ استخدام لفظة „نازحين او لاجئين أو هاربين“ لان مثل هذه الكلمات من شأنها ان تعمق العزلة التي يعاني منها هؤلاء ،  فضلا عن كونها كلمات فيها شيء من الانتقاص ، وافضل استخدام مفردة „الوافدون“، باعتبار اننا وفدنا الى هذه البلاد طلبا للامان والعيش بحرية وكرامة ليس إلا.

ماهي العزلة وما هي اسبابها؟

حين طرحت هذا السؤال على عدد من الوافدين من جنسيات مختلفة (يمنيين ، عراقيين ، سوريين، اكراد ، افغان، ايرانيين ، ارتييين وصوماليين) تباينت اجاباتهم، فمنهم من اعتبر العزلة هي عزلة „مكان“ ومنهم من اعتبرها عزلة „مكانة“

فالقسم الاول يشتكون من كونهم يسكنون في قرى بعيدة ونائية وضواحي منعزلة مما اثر على حركتهم وعرقل اندماجهم داخل نسيج المجتمع الالماني.

اما القسم الثاني فإنه ينظر الى المسألة برؤية مختلفة اذ يعتبر ان عدم تمكنهم من ممارسة الاعمال والمهن التي كانوا يمارسونها في بلادهم الاصلية وتحقق لهم مكانة اجتماعية يجعلهم في عزلة عن ماضيهم ويجعل مستقبلهم غامضاً.

 اللغة كسلاح ذو حدين : ولعل ابرز الاسباب التى ادت الى العزلة بشقيها المكامني والاعتباري هي اللغة ، لذلك لا ارى مناصاً أمامنا كوافدين وباحثين عن الحماية من الانخراط في برامج اكتساب اللغة الالمانية اذا اردنا مستقبلا افضل في هذه البلاد. ولكن في ذات الوقت تعتبر اللغة سلاحا ذي حدين حيث لايمكن اكتساب اللغة بشكل كاف من مجرد الذهاب الى دورات اللغة، بل يجب النزول الى الشارع والتحدث مع المواطنين الالمان. وهنا تفرض العزلة المكانية نفسها مجددا. إذ كيف يمكن ان تندمج وانت تعيش في قرية بعيدة نائية ولا توجد فعاليات مشتركة مع الجيران؟ لذا ، لجأ بعض المتطوعين الالمان الى تنظيم مقاهي تعارف في الكنائس والصالات بشكل شبه دوري. وارى ان هذه بادرة طيبة واشجع على انتشارها.

 عزلة ام انعزال : ما يجدر الاشارة إليه من واقع تجربتي في المانيا  ومن خلال ترددي على الكثير من الفعاليات الثقافية والاجتماعية المقامة في هذا البلد ، لاحظت ان الوافدين لا يرتادونها كثيرا.

 اسجل هذا هنا متأسفا ، واعتبره  نوعا ثالثا من العزلة يمكن ان نسميه „بالانعزال“ وهي تلك العزلة الذاتية التي يفرضها الوافدون على انفسهم بأنفسهم حين يتغيبون عن التواجد في مظاهر الحياة اليومية في المانيا. لذا، انصح الوافدين بكسر عزلتهم الذاتية والسعي نحو الاندماج .

 لقراءة المزيد يرجى زيارة موقعنا على الانترنت:  https://neuinnordfriesland.wordpress.com

SEMPRE kocht!

Mit viel Schwung und guter Laune haben die Teilnehmer unserer SEMPRE Micro-Projekte einen Vergleich gestartet und einen typisch deutschen und einen jemenitischen Eintopf gekocht. Die Teilnehmer  haben mit viel Freude fleißig Gemüse geputzt und geschnippelt und aus allen Zutaten zwei sehr leckere Suppen gezaubert. Dabei entdeckten sie den Knollensellerie, ein Gemüse, welches es in ihrem Herkunftsland so nicht gibt, aber ab sofort mit auf ihrem Speiseplan steht!

Zeitgleich deckten die Teilnehmer aus dem Micro-Projekt Übungsfirma Gastro für alle einen sehr schönen Tisch und zeigten gekonnt ihre neu erworbenen Kenntnisse beim Servieren der Getränke und der Suppen. Alle genossen das Essen in Gemeinschaft und die interessanten Gespräche und freuen sich auf das nächste gemeinsame Kocherlebnis!

 

SEMPRE dreht Image-Film

Im Rahmen des SEMPRE Projektes werden Kurzfilme über die Mirco-Projekte in Schleswig-Holstein, Schweden, Finnland, Lettland und Litauen gedreht. Die ersten Aufnahmen in Dithmarschen und Nordfriesland sind „im Kasten“.

Mit viel Spaß und Freude zeigten die Teilnehmer des SEMPRE Micro-Projektes Übungsfirma ihre erlernten Kenntnisse, die unsere Kamerafrau erfolgreich in Bild und Ton festhielt.

Sobald das Filmmaterial gesichtet und geschnitten ist, können die Ergebnisse hier und auf der regionalen Facebook-Seite des Projektes (https://www.facebook.com/Sempre-in-Schleswig-Holstein-676081549251949/notifications/) angesehen werden. DSC_0266

Newspaper & Web

Gute soziale Integration und eine gute Integration in den regionalen Arbeitsmarkt basiert auf Wissen und Kenntnis über die „anderen“. Je mehr wir über die Kultur und Hintergründe unerer Mitmenschen wissen, desto leichter gestaltet sich das Zusammenleben und desto geringer sind unsere Ängste.

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Foto: © Wagemester, Wirtschaftsakademie

Geflüchtete Menschen aus unterschiedlichen Krisenregionen dieser Welt wollen in dem dritten Mikroprojekt der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Husum dem Rechnung tragen und durch aktuelle Beiträge Hintergrundinformation geben. In Zusammenarbeit mit dem regionalen Magazin für Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg und Süddänemark, dem Friesenanzeiger, werden in den kommenden vier Ausgaben hierzu Artikel in deutscher und arabischer Sprache veröffentlicht. Reinschauen lohnt sich!

 

7. Transnationales Projekttreffen in Vaasa, Finnland

Vom 14. – 16. März 2018 fand das 7. transnationale Projekttreffen der SEMPRE-Projektpartner in Vaasa, Finnland statt.

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Foto: © Wagemester, Wirtschaftsakademie / Phd, Docent, Senior Lecturer Fredrica Nyqvist

Am Vormittag des 1. Tages fand ein gemeinsames Seminar mit Studenten aus dem Bereich der sozialen Arbeit und den SEMPRE-Projektpartnern statt. Frau Professor Aila-Leena Matthies sprach zu dem Thema „Why welfare services should promote participation“ und Frau Fredrica Nyqvist von der Åbo Akademi University hielt einen Vortrag zum Thema „The role of social capital: active and healthy ageing“. Im Anschluss daran wurde durch einen Film über die Arbeit in den Mikroprojekten der Kokkola University Consortium Chydenius berichtet und weitere Mikroprojekt-Beispiele aus den Partnerländern Dänemark, Deutschland, Lettland und Schweden beleuchtet.

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Foto: © Wagemester, Wirtschaftsakademie

An den folgenden Tagen fand neben vielen weiteren Themenfeldern ein reger Austausch zu den Aktivitäten in den Mikroprojekten und den darin eingesetzten entwickelten Empowerment-Tools statt.

Schon jetzt sei auf die Projektabschlusskonferenz am 27. – 28. November 2018 in Riga, Lettland hingewiesen.

SEMPRE Übungsfirma II

Wir freuen uns, mit dem zweiten SEMPRE Micro-Project, der Übungsfirma II in Husum zu starten! Wir haben viele positive Rückmeldungen zu dem 1. Micro-Project Übungsfirma I erhalten und starten daher ein weiteres Mikro-Project bei dem der Schwerpunkt auf Gastronomie liegt.

Vom 21. Februar bis 11. Mai 2018 werden Flüchtlinge an drei Nachmittagen pro Woche in Theorie und Praxis im Bereich Gastronomie geschult. Die neu gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten erleichtern es den Flüchtlingen eine Ausbildung, bzw. eine Arbeitsstelle im Bereich Tourismus zu finden.

 

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und wir blicken positiv auf das vergangene SEMPRE –Jahr zurück. Die gute Zusammenarbeit und Unterstützung der Dienstleister im ländlichen Raum wie u.a. der Diakonie, des Kreises Nordfriesland und den Jobzentren hat dazu beigetragen, dass wir unser erstes Micro-Projekt, die Übungsfirma mit Flüchtlingen, erfolgreich beendet haben.

Die durchweg positive Resonanz hat uns dazu bewogen im kommenden Jahr eine weitere SEMPRE Übungsfirma zu planen, diese aber transnational in Zusammenarbeit mit unserem dänischen SEMPRE Partner.

Die Ergebnisse unserer Evaluierungsworkshops mit Dienstleistern und Flüchtlingen haben den Wunsch einiger schreibfreudiger Flüchtlinge hervorgebracht, eine Möglichkeit zu schaffen Zeitungsartikel in Muttersprache mit deutscher Übersetzung zu veröffentlichen. Dazu sind Gespräche mit einer bekannten Zeitung geplant, wie dieses im Detail umgesetzt und nachhaltig weitergeführt werden kann. Als Erweiterung wäre eine selbstständige Entwicklung einer Website möglich.

Das SEMPRE Team Nordfriesland schaut hoch motiviert und voller Vorfreude auf das neue Jahr 2018.

Wir wünschen allen Lesern und Followern eine schöne Weihnachtszeit und ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr 2018!

Wir haben es geschafft!

Die Übungsfirma war ein voller Erfolg!

Die erste Übungsfirma wurde erfolgreich abgeschlossen. Daraus ergaben sich für einige Teilnehmer Praktikantenplätze, in denen sie ab Januar 2018 ihre erlernten Fähigkeiten in der Praxis unter Beweis stellen können.

Der Erfolg der Übungsfirma hat uns darin bestärkt eine weitere Übungsfirma auf transnationaler Ebene zu initiieren. Weitere Infos und Bilder folgen in Kürze.

Besichtigung der Husumer Insel

Am 19. Und 20. Juli besichtigten die Teilnehmer des SEMPRE Micro-Projektes Übungsfirma die Husumer Insel. Die Husumer Insel ist eine Einrichtung für Menschen mit psychischen Problemen und Komorbidität, die in ihrem täglichen Leben eine Hilfestellung benötigen. Die Tagesstätte bietet Platz für bis zu 25 Männer und Frauen, welche in der Küche, der Textil-Werkstatt, im EDV-Raum, der Holz-Werkstatt und dem Fahrrad-Service arbeiten.
Der Teamleiter Herr Putz führte uns durch die verschieden Werkstätten und erklärte uns fachkundig die einzelnen Aufgabenbereiche.
Die Teilnehmer der SEMPRE Übungsfirma hörten aufmerksam und sehr interessiert zu und erhielten einen ersten Eindruck, wie verschiedenen Abteilungen einer Firma zusammenarbeiten.